Die Ährensammlerin
Wir betrachten die kleine Ährensammlerin von Pierre Auguste Renoir.
Sie entstand im 19ten Jahrhundert, zur Blütezeit der impressionistischen Maler.
Auf ihren Gemälden kommt die ungekünstelte Natürlichkeit zum Ausdruck.
Dieses Ölgemälde wurde im Jahre 2011 von Annette Djamschidpur noch einmal angefertigt.
Wir sehen ein Kind, welches in der sommerlichen Hitze ein Bündel Ähren auf dem Stoppelfeld gesammelt hat. Sie sind noch arg durcheinander und einige Feldblumen sind auch darunter. An ihrem Gesichtsausdruck kann ich die Unentschlossenheit erkennen. Nun überlegt sie, ob sie ihren Fund mit einem Band zum Strauß zusammen schnürt oder lieber in der Schürze nach Hause trägt. Ich denke mir: vielleicht kommt ja bald die Mutter und hilft ihr bei der Entscheidung. Ihre Wangen sind gerötet vom Herumtoben auf dem Feld. Das Haar ist einwenig zerzaust. Rundherum nehme ich des Sommers üppige Fülle wahr und kann das duftende Gras erspüren. Das Sonnenlicht spielt auf den Blättern und Blüten, dass es eine Wonne ist.
Das alles hat Annette so trefflich erfast. In jahrelanger Erfahrung mit Farbe und Pinsel hat sie sich eine Technik erarbeitet, die auch dem Franzosen Renoir gefallen hätte.
Brigitte Grull